Denken Sie an die Menge an Sensordaten, die im Laufe einer Stunde in einer Produktionsanlage erhoben werden: Daten wie Größe, Farbe, Temperatur, Ausfall, Standort und Ein-/Aus-Status werden rund um die Uhr von Geräten wie Motoren, Pumpen, Kompressoren und Förderanlagen erfasst. Jeder Prozesshersteller – von Öl- und Gasunternehmen bis hin zu Chemie-, Lebensmittel- und Getränkeherstellern, Windenergieanlagen- oder Automobilherstellern – hat die Möglichkeit, täglich Daten und Analysen zu erfassen und zu verwenden.

Rechnen Sie diese Daten nun auf ein ganzes Jahr hoch. Die Menge an Informationen ist überwältigend.

 

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Um diese Daten für Sie arbeiten zu lassen, müssen sie gebündelt und irgendwo gesammelt werden, um überprüft und analysiert zu werden und daraufhin entsprechend handeln zu können. Wenn die Daten auf verschiedene Arten erfasst und angezeigt werden, können Sie keine Erkenntnisse aus ihnen gewinnen, keine potenziellen Schwachstellen finden und Ihre gesamte Lieferkette nicht verwalten. Mit anderen Worten: Sie erheben die Daten nur aus Spaß an der Freude. (Das ist aber keine gute Nutzung von Ressourcen!)

 

Traditionell werden diese Daten mit einem pyramidenförmigen Ansatz erhoben: Sensoren und Steuerungen (SPS oder PCs) in einer Anlage übertragen Informationen an einen zentralen Supercomputer vor Ort oder an ein vergleichbares Gerät.

 

Es gibt immer noch Situationen, in denen diese Methode angemessen ist, doch unsere Welt verändert sich und es ist inzwischen viel einfacher, Geräte mit Supercomputern oder virtuellen Servern zu verbinden, die in der Cloud liegen. An die Stelle eines mehrstufigen Verarbeitungs- und Analyseprozesses für Daten von Sensoren in der Fabrikhalle treten inzwischen häufig Sensoren mit eingebauter Verbindung direkt in die Cloud über Mobilfunk, drahtlose Verbindungen oder Kabelverbindungen. (Tipp: Die Cloud ist im Grunde genommen eine Gruppe von Servern, mit denen Sie Daten und Anwendungen über das Internet speichern und darauf zugreifen können.)

 

Obwohl die Infrastruktur hinter den Kulissen etwas komplex sein kann, bringt Sensor to Cloud Klarheit in industrielle Umgebungen. Der Name ist Programm: Sensor to Cloud nutzt Sensoren, um Daten zu sammeln, und überträgt sie dann in eine Cloud-Computing-Infrastruktur für Informationsaustausch, Zusammenarbeit, Prozessverbesserung und Entscheidungsfindung, sogar über mehrere Standorte hinweg.

 

Sensor to Cloud bringt mehrere Vorteile für Industrieanlagen; wir haben drei wichtigsten bestimmt und hier zusammengefasst.

 

1. Bessere Geschäftsentscheidungen


In der industriellen Welt sind Daten immer verfügbar. Die Erfassung der Daten ist der erste Schritt – aber sie sind nur hilfreich, wenn sie tatsächlich auch für etwas verwendet werden können.

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Wenn Daten in Echtzeit erhoben und geteilt werden, können Entscheidungen im richtigen Moment getroffen werden, um Effizienz zu maximieren, vorausschauende Wartungen durchzuführen, verschiedene Strategien zu testen, Qualität und Sicherheit zu gewährleisten und die Funktionsweise der Fabrikhalle zu verbessern.

 

Alle wichtigen Datenpunkte, die nötig sind, um in einer Anlage fundierte Entscheidungen zu treffen, können vom Netzwerk bereitgestellt werden. Sie brauchen nur eine Möglichkeit, auf diese Daten zuzugreifen, damit sie zur Verbesserung der Automatisierung und Effizienz verwendet werden können (genau das bietet Sensor to Cloud).

Durch die Erfassung von Daten in der Cloud haben Sie auch Zugriff auf archivierte Informationen, sodass Sie Trends und Muster finden, Leistungsverbesserungen messen oder Compliance über einen bestimmten Zeitraum nachweisen können.

2. Effektivere Kommunikation und Wartung

Nehmen wir als Beispiel die Anlagenwartung in der Windturbinenindustrie. Oft werden Techniker in Booten ausgesandt, um bestimmte Wartungsarbeiten an Offshore-Windenergieanlagen durchzuführen. Wenn die Arbeiter am Einsatzort ankommen, hängt es von den Bedingungen vor Ort ab, ob sie ihre Aufträge ausführen können oder nicht. Möglicherweise finden sie sogar weitere Probleme, die behoben werden müssen. Da sie vor der Küste sind und keine Verbindung zur Küste vorhanden ist, müssen sie oft zurück ins Boot und eine ausreichende Verbindung herstellen, um Updates zu geben und Fragen zu stellen, wodurch viel Zeit verschwendet wird. Wenn Arbeiter Zugriff über die Cloud haben, können sie ihre Wartungsaufgaben produktiver durchführen.

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Sensor to Cloud hält das industrielle Wartungspersonal jederzeit über den Status ihrer Geräte, Systeme und Prozesse auf dem Laufenden. Mit Sensor to Cloud ist eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung durch Mitarbeiter nicht mehr nötig, da erfasste Gerätedaten automatisch überwacht und analysiert werden. Die zuständigen Personen können sofort benachrichtigt werden, wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert (bevor sich dies negativ auf die Produktion auswirkt).

Diese automatisierte Funktion ist vergleichbar mit der Reifendruck-Warnung im Auto. Vor 15 oder 20 Jahren hätte Ihr Auto Ihnen nicht mitteilen können, ob ein Reifen mehr Luft benötigt. Stattdessen hätten Sie den Reifendruck an der Tankstelle manuell überprüfen müssen oder Ihnen fiel ein Problem auf. Heute benachrichtigt Ihr Auto Sie sofort bei niedrigem Reifendruck, damit Sie das Problem beheben können, bevor ein Reifen sich vorzeitig abnutzt, überhitzt oder einen Unfall verursacht.

3. Fernzugriff

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COVID-19 zwingt viele Hersteller dazu, Prozesse aus der Ferne zu steuern, um physischen Kontakt zu minimieren und Abstandsregelungen einzuhalten.

Daten, die über die Cloud erfasst und geteilt werden, können jederzeit und überall sicher abgerufen werden – an Ihrem Arbeitsplatz, in Ihrem Wohnzimmer, unterwegs usw.

Durch den von Sensor to Cloud unterstützten Fernzugriff können Sie auch die Leistung von Offsite-Anlagen, wie z. B. Windenergieanlagen, von Ihrem Anlagestandort (oder von einem anderen Ort) aus überwachen.

Belden macht Sensor to Cloud möglich

Für Belden ist Sensor to Cloud weder Theorie noch Hypothese. Von Sensoren über Konnektivität bis hin zu Cloud-Lösungen, wir verfügen über das umfassende Lösungsportfolio, um es wirklich zu ermöglichen. Und wir unterstützen Industrieanlagen weltweit dabei, sich auf diesen Wandel vorzubereiten.

Unsere Sensor to Cloud-Lösungen helfen Ihnen nicht nur dabei, Ihre Daten für fundiertere Entscheidungsfindung, Fernzugriff und effiziente Wartung zu nutzen, sondern auch, damit eine Brücke zwischen OT und IT zu schaffen, um die beiden Bereiche als Partner zusammenzubringen. (Mehr dazu in Teil 2 unserer Blogreihe Sensor to Cloud demnächst!) Belden ist Ihr Partner für Sensor to Cloud und macht den Umstieg für beide Seiten einfach und angenehm.

 

Möchten Sie mehr über Sensor to Cloud und die Kompetenzen von Belden in diesem Bereich erfahren? Nehmen Sie an unserer sechsteiligen Webinar-Reihe teil, in der wir Folgendes besprechen:

 

  1. Die Trends am Markt, die Sensor to Cloud vorantreiben – und wie eine Sensor to Cloud-Lösung entstehen kann
  2. Standards, Best Practices und die Bedeutung von IO-Link für Sensor to Cloud
  3. Redundanz und Infrastruktur
  4. Datenanalyse und Edge-Lösungen
  5. Sicherung von Sensordaten
  6. Management von Sensor to Cloud-Netzwerken

Sensor to Cloud Webinar Series